Windwacht
Regen unterbindet Stille
schwarze Wellen reissen Küsten auf
du hast es nicht nach Hause geschafft
Böen treiben Staub in deine grünen Augen
die du lange schon an einen Jüngling verloren
doch das Zittern in deinen Lippen verrät
eine Untiefe im blütenerfüllten Sturm
an der Erinnerungen zu stranden pflegen
nun rinnt Regen unter deinen Mantel
kribbelt tröstlich auf erkaltender Haut
tiefer in die Leere der Strassen hinein
begleitet dich ein Halogenflackern
du glaubst eine weisse Möwe zu sehen
bleibst mit dunkler Vorahnung stehen
das Herz des Sturms pocht über dir
unerwiderte Liebe verdunstet stumm
ein halber Kuss fällt aus der Zeit
verschwunden in einem Regenschleier
Fluten unterspülen Träume
Wolkenschwärze