Sommer; flutenheisse Luft giesst sich von den wolkenbetupften Himmeln über den metallen glänzenden See. Das Sonnengleissen verblasst am Seerande, wo das untiefe, warme Wasser von Schilfhalmen durchdrungen wird, die schlanke Schatten werfen und in einer unsichtbaren, südwestlichen Brise erzittern. Spektrale Vogelstimmen hallen flach über den Wasserspiegel. In diesem Zwischenlicht schlummert die abendliche Frische, die noch ruht, bevor sie die erhitzten Gesichter der Dämmerstundengäste kühlen wird. Der Sternenglanz verweilt verborgen hinter dem azurblauen Firmament. Ein Treiben und Taumeln erfüllt die Fauna, die die Nacht nahen ahnt und sich gegen Dunkelheit und Kälte noch stärken muss: Mückenschwärme, Fliegenscharen, widerwindiges Rascheln im Gesträuch, sich auf Insekten stürzende Schwalben und Segler, gründelnde Enten und Schwäne, unelementarische Seewellen, kreisende Greifvogelschatten, Fischschwärme, Weichtierkollektive.