Rote Blätter schwammen auf dem See. Das warme Streulicht einer Oktobersonne brach sich im gräulichen, aufgerauten Wasser. Ahornkronen rauschten in der Brise und ein paar Drachen zitterten als leuchtende Farbtupfer im Äther.

Der alte Mann schälte mit flinken, geübten Fingerbewegungen eine heisse Kastanie und steckte sie sich in den Mund. Ein Lächeln beugte seine Lippen, als sein Blick auf eine Schar Kinder fiel, die einem Hund hinterher rannten. Grelle Freudenschreie hallten durch den Park.

Niesel fiel in kalten, grauen Schlieren. Der Mann zog seinen Hut etwas tiefer ins Gesicht und warf die Tüte mit den Kastanienschalen in einen Mülleimer. Seine Schritte hart und laut auf dem Asphalt, stapfte er durch den anbrechenden Abend.

Auf einer Brücke blieb er stehen. Düstere Fluten tosten unter ihm. In der Ferne, hinter den grauen Fassaden der Hochhäuser, hing das düstere Glimmen des Krieges: Die von Asche und Rauch gedämpfte Blitze von Phosphorgranaten und Urangeschossen.