Chlorblüten wachsen an den Rändern
einer gleissend warmen Therme,
zartsüsses Wasser gluckst und
sprudelt in heissen Wogen über
glattgeschliffenen Granit,
Nordwind peitscht pudrigen Schnee
durch nasse Schwaden, die
(in kontinuierlicher Metamorphose)
über brodelnder Gischt und unruhigen Wogen hängen,
sattgraue Wolkenklumpen karikieren
tropisch laszive Hitze,
wässrige Unwirklichkeit küsst nackte Haut (und)
irrlichternde Sehnsüchte streifen Lippen
 
(zwei Stunden später - im Café sitzend -
bleibt von den angedeuteten Blicken nur der
pastetenschwere Duft nach Chlor)