Gischt sprüht gegen ihre schmale Silhouette
ihr Herz pocht schnell in ihrer jungen Brust
die Nacht sickert bläulich kalt aus dem Morgen
karmesinrote Lippen murmeln schläfrige Worte
sie liegt auf dem Steg und starrt in den Himmel
Finger umklammern einen zerknüllten Brief
ihre Fersen trommeln dumpfe Elegien ins Holz
Elektrizität kribbelt in ihrer Zungenspitze
das Meer braust und tost unter ihrem Körper
silberne Filamente pulsieren wie Adern in ihr
im Firmament öffnen sich schwärende Risse
eine gigantische Form zwängt sich hindurch
die Atmosphäre schlägt brodelnde Blasen
ein Lächeln gleitet flüchtig über ihr Gesicht
als die Salzwasserwogen in die Höhe stürzen
und den feuchten Brief aus ihrer Hand reissen
ein letztes Mal flackern die Polarlichter auf
dann schlummert die Welt in süsser Stille weiter