mechanische Träume grollen in ihrem Schädel
dicke Kabel bohren sich unter ihre kalte Haut
ihre zarten Hände verkrampfen sich alsbald
 
die Abendsonne hüllt den Raum in goldenes Rot
surrende Maschinen pumpen sterile Luft hinein
voluminöse Kabelstränge bedecken den Boden
 
Blut entweicht ihrem Körper, ein Atemstoss
verzweifelt und gepresst aus fahlen Lippen
Augenlider flattern fiebrig und wimpernlos
 
die letzten Kirschblüten hängen an den Ästen
eine Amsel singt unermüdlich im Nieselregen
im Reinraum schweigen die Maschinen endlich
 
nun pocht ein Karbonherz in ihrer jungen Brust
Glieder durchdrungen von silbernen Filamenten
lächelnd zieht sie die Kabel aus ihrem Körper