Gläsernes Lachen verklingt
sie bettet ihren müden Kopf
auf das Buch, das vor ihr liegt
schwarz geschmückte Lettern
unter ebenso dunklem Haar
 
Stimmengewirr lastet auf ihr
bleiern und hart wie Gletscher
sie murmelt ein letztes Wort
ihre Ohren werden taub und kalt
als der Schlaf in sie kriecht
 
Müdigkeit zerbricht im Tag
ihre Finger zucken schwach
sie blinzelt leicht verwirrt
dann liest sie zögerlich weiter
Gedanken schwimmen im Abendlicht
 
Mit kalten Fingern pflückt sie
Normalität von ihren Schultern
lächelnd lässt sie die Welt
zerfallender Bücher hinter sich
und tritt in den rosa gefärbten Nebel.